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Verschreibungsfreie Präparate:

Captin® (Wirkstoff: Paracetamol)

Migräne-Kranit® 500mg (Wirkstoff: Phenazon)

Pernionin® (Wirkstoff: Benzylnicotinat)

pflanzlich Rivoltan® Teufelskralle 480mg (Wirkstoff: Teufelskrallenwurzel -Trockenextrakt)


Verschreibungspflichtige Präparate:

Andolor® (Wirkstoffe: Tilidinhydrochlorid, Naloxonhydrochlorid)

Dysmenalgit® (Wirkstoff: Naproxen)

Ergo-Kranit® Migräne (Wirkstoff: Ergotamintartrat)

Fentanyl Krewel® Transdermale Pflaster (Wirkstoff: Fentanyl)

Migräne-Neuridal® (Wirkstoffe: Paracetamol, Metoclopramidhydrochlorid)

Morphin-HCL Krewel® (Wirkstoff: Morphinhydrochlorid)

Sumatriptan-Kranit® (Wirkstoff: Sumatriptansuccinat)

Tramagit® (Wirkstoff: Tramadolhydrochlorid)

 

Ein Thema für sich: Migräne

Ein Thema für sich: Migräne

Etwa 27 Prozent der Deutschen leiden mehr oder weniger häufig an einer Migräne. Dabei ist die Migräne kein modernes Krankheitsbild, sondern ein mehrere tausend Jahre altes Phänomen. Erste Beschreibungen der Migräne finden sich auf einer ägyptischen Papyrusrolle, die aus einer Zeit etwa 2000 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung stammt. Mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es das Krankheitsbild schon seit Menschen Gedenken. Die Migräne betrifft Erwachsene ebenso wie Kinder. Auch von vielen berühmten Persönlichkeiten ist bekannt, dass sie unter Migräne litten, zum Beispiel Wilhelm Busch, Madame Pompadour, Marie Curie und Alfred Nobel. Bis heute hat sich für Migränepatienten vieles zum Positiven entwickelt. Die moderne Medizin hält Medikamente bereit, die eine Migräneattacke schnell und anhaltend lindern können. Aber nicht nur das, die moderne Medizin kennt auch wirksame Maßnahmen, mit denen einer Migräneattacke vorgebeugt werden kann.

Kopfschmerz, Übelkeit und vieles mehr

Hauptsymptom der Migräne sind starke, heftig einsetzende Kopfschmerzen, weshalb Mediziner von Migräneattacken oder Migräneanfällen sprechen. Eine solche Attacke kann einmal im Jahr, im Monat oder in der Woche auftreten, in seltenen Fällen sogar häufiger. Der Kopfschmerz dauert dann meist einen Tag, manchmal sogar bis zu drei Tagen. Meistens beschränkt er sich auf nur eine Kopfhälfte. Charakteristisch ist, dass der Kopfschmerz pochend, klopfend oder pulsierend auftritt. Mit Beginn der Kopfschmerzphase kommt es fast immer zu weiteren Beschwerden. Am häufigsten sind dies eine ausgeprägte Übelkeit bis hin zu Erbrechen sowie eine stark erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Lärm, Licht und anderen Sinnesreizen.

Migräne mit und ohne Aura

In etwa 10 bis 15 Prozent aller Migräneanfälle geht der Kopfschmerzphase eine so genannte Aura voraus. Aura bedeutet in der Medizin so viel wie Vorphase einer Erkrankung. Während der etwa einhalb- bis einstündigen Aura kommt es vor allem zu Sehstörungen, wie zum Beispiel dem Wahrnehmen von Lichtblitzen oder flimmernden Zackenlinien. Patienten, die eine Migräne mit Aura erleben, haben auch Migräneattacken ohne Aura. Der Migränekopfschmerz verläuft schwerer als andere Kopfschmerzformen. Eine Migräneattacke behindert die Arbeitsfähigkeit und andere Tagesaktivitäten. Hinzu kommt, dass sich Kopfschmerzen und Begleiterscheinungen bei körperlichen Aktivitäten verstärken. Dies ist für die Betroffenen eine enorme Belastung, insbesondere dann, wenn sie trotz Migräne den Anforderungen in Beruf und Familie gerecht werden müssen. Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz: Mediziner unterscheiden zwischen über 160 Kopfschmerzvarianten. Das klingt komplizierter als es ist. Die Mehrheit aller Kopfschmerzpatienten – nämlich mehr als 90 Prozent – leiden unter einem Migränekopfschmerz oder einem Spannungskopfschmerz oder einer Kombination aus beiden. Der Spannungskopfschmerz ist die häufigste Kopfschmerzform, die Migräne die zweithäufigste. Spannungskopfschmerz und Migräne können gut voneinander unterschieden werden. Hilfreich ist das Führen eines Kopfschmerzkalenders oder –tagebuchs.

Spannungskopfschmerz

Der Spannungskopfschmerz betrifft den gesamten Kopf. Er ist dumpf drückend und die Schmerzstärke ist wesentlich geringer als bei einer Migräne. Begleitsymptome, wie Übelkeit und erhöhte Licht- und Geräuschempfindlichkeit sind beim Spannungskopfschmerz nicht oder nur schwach vorhanden. Erbrechen tritt nicht auf. Leichte körperliche Aktivitäten, zum Beispiel Spazieren gehen an der frischen Luft, lindern den Kopfschmerz.

Ursachen und Auslöser der Migräne

Warum bestimmte Menschen immer wieder unter Migräneattacken leiden und andere nie, darüber ist bisher nur wenig bekannt. Fest steht, dass Erbfaktoren eine Rolle spielen und das Gehirn eines Migränepatienten in bestimmten Situationen äußerst empfindlich auf bestimmte innere und äußere Reize reagiert. Die Folge ist die akute Migräneattacke mit ihren unangenehmen Beschwerden. Die Vielfalt der Migräneauslöser, in der medizinischen Fachsprache Triggerfaktoren genannt, ist groß:

  • Stress
  • Schlaf
  • Wetter
  • Hormone
  • Körperliche Belastungen
  • Extreme Sinnesreize
  • Psychische Belastungen
  • Nahrungsmittel
  • Genussmittel

Dreiviertel aller Migränepatienten sind Frauen

Die bedeutendsten inneren (körpereigenen) Auslöser sind Hormonschwankungen. Dies erklärt, warum Frauen sehr viel häufiger unter Migräne leiden als Männer. Oft sind Migräneattacken an einen bestimmten Zeitpunkt des weiblichen Monatszyklus gebunden. Außerdem ist bekannt, dass eine Migräne während einer Schwangerschaft völlig verschwinden kann, allerdings nach der Geburt wieder auftritt. Darüber hinaus können Hormonpräparate zur Verhütung („Pille“) oder zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden eine Migräne positiv oder negativ beeinflussen.

Einfluss von Lebensweise und Umwelt

Für Männer und Frauen gleich bedeutend sind Auslöser, die auf die Lebensweise oder die Umwelt zurückzuführen sind. Dazu gehören:

  • Alkohol (entscheidend sind Art und Menge),
  • Änderungen des Schlaf-Wach-Rhythmus (besonders am Wochenende oder im Urlaub),
  • psychische Überlastung (Stress, Freude),
  • körperliche Erschöpfung,
  • Reizüberflutung durch Licht, Lärm oder Gerüche,
  • Wettereinflüsse (Föhn, Hitze),
  • ausgelassene Mahlzeiten (starker Hunger),
  • bestimmte Nahrungsmittel (Käse, Gewürze, Zitrusfrüchte),

Welche Auslöser in welchen Situationen eine Migräneattacke bewirken, ist von Patient zu Patient verschieden. Häufig ist das gleichzeitige Zusammentreffen verschiedener innerer und/oder äußerer Faktoren erforderlich, damit eine Migräneattacke ausgelöst wird.

Eine noch offene Frage: Was passiert im Kopf ?

Die erbliche Anlage, bei bestimmten Einflüssen eine Migräneattacke zu erleiden, bleibt lebenslang bestehen. Was genau geschieht, wenn bestimmte Reize das überempfindliche Gehirn strapazieren und zu quälendem Kopfschmerz und anderen Beschwerden führen, wird noch erforscht. Bisher haben die Kopfschmerzexperten herausgefunden, dass Entzündungsprozesse an den Wänden der Blutgefäße eine wichtige Rolle spielen und im Wesentlichen an den unerträglich starken Kopfschmerzen beteiligt sind.

Niemand muss eine Migräne einfach hinnehmen

Kein Migränepatient ist seinen immer wieder auftretenden und die Lebensqualität einschränkenden Beschwerden hilflos ausgesetzt. Akute Migräneattacken sind heute sehr gut behandelbar. Nachfolgend ein paar wirksame und bewährte Ratschläge und Strategien:

Vorbeugen ist besser als Heilen

Eine optimale Behandlungsmethode ist das Herausfinden und Vermeiden der persönlichen Migräneauslöser. Dabei handelt es sich oftmals um eine langwierige Spurensuche, die eine große Portion Geduld erfordert und gegebenenfalls gemeinsam mit einem Arzt erfolgen sollte. Ein Aufwand, der sich in vielen Fällen auszahlt. Sind die Auslöser erst einmal gefunden, können diese – wenn möglich – ausgeschaltet bzw. vermieden werden. Vergleichbar einfach ist zum Beispiel der Verzicht auf Alkohol und das Vermeiden von starkem Hunger. Schwierig oder nahezu unlösbar wird die Situation, wenn Stress oder Wetterwechsel im Spiel sind.

Mittel gegen Schmerzen

Die Palette der Wirkstoffe zur Behandlung akuter Migräneattacken ist groß. Allgemeingültige Empfehlungen gibt es nicht. So individuell, wie Patienten ihre Migräneattacken empfinden, so individuell sind auch die Behandlungskonzepte. Viele Patienten finden „ihr“ Mittel sehr schnell, andere erst über lange Umwege. In jedem Fall können Ärzte und Apotheker helfen, einen unnötig langen Leidensweg zu vermeiden. Eine große Zahl der Migräneattacken ist mit rezeptfreien Schmerzmitteln aus der Apotheke gut behandelbar. Doch Vorsicht, die Wahl sollte nicht auf irgendein x-beliebiges Mittel fallen. Empfehlenswert sind Medikamente, die schmerzlindernd wirken, sich in der Migräne-Therapie bewährt haben und magenschonend sind. Dadurch werden schmerzende, überreizte und entzündete Gehirnbereiche schnell wieder beruhigt. Der quälende Migränekopfschmerz wird wirksam zurückgedrängt. Ein normaler Tagesablauf ist bald wieder möglich.

Gegen Migräne bieten wir folgende Präparate an. Die Präparate, die in der Apotheke ohne Rezept erhältlich sind, sind mit einem * gekennzeichnet.